Gemeinsam gegen Femizide und Gewalt an Frauen

Wann:
Do, 8. Oktober 2026, 19:00 h - 21:00 h
Kosten:
kostenfrei

StoP ist das Projekt „Stadtteile ohne Partnergewalt“. Seit 2010 gibt es StoP in mehreren deutschen Städten. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, gewaltbetroffene Personen und soziale Netzwerke in Stadtteilen so zu stärken, dass Gewalt in Partnerschaften nicht mehr erduldet, verschwiegen, ignoriert oder toleriert wird.  Partner*innengewalt ist kein neues, aber immer noch ein sehr unsichtbares Thema. Scham oder fehlende Informationen hindern Betroffene daran, darüber zu sprechen, sich Hilfe zu holen oder die Polizei anzurufen. Oft weiß das soziale Umfeld davon – Nachbar*innen ahnen, hören, sehen etwas, wissen aber nicht, was sie tun können.  Im Rahmen des StoP-Projekts bestärken wir daher Menschen darin, sich Hilfe zu holen oder zu geben. Zudem tragen wir dazu bei, aufzuzeigen, wie eine gute Nachbarschaft Schutz vor Gewalt bieten kann.

StoP wird bei dieser Veranstaltung vertreten durch Mitarbeitende aus des Stadtteilen Steilshoop und Barmbek-Nord

Inhaltsbeschreibung

Die Anzahl der Gewalttaten gegen Mädchen und Frauen steigt. Statistisch gibt es fast jeden Tag in Deutschland einen Femizid, also einen Mord an Mädchen und Frauen, zumeist im Zusammenhang mit partnerschaftlichen Beziehungen. Erfahrungen mit geschlechtsspezifischer, teils tödlicher Gewalt sind eine stark belastende Erfahrung - für die Betroffenen und für ihr Umfeld: ihre Menschen aus der Familie, von der Arbeit, aus der Nachbarschaft.

Projekte wie "StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt" setzen sich dafür ein, auf die Partnergewalt aufmerksam zu machen und Menschen zu vernetzen, die etwas dagegen tun wollen. Dafür soll auch dieser Informationsabend im A.G.D.A.Z Raum bieten.

Im Vordergrund steht die Frage: Was können wir machen, wenn es in unserer Nachbarschaft häusliche Gewalt gibt?

Darüber hinaus wollen wir besprechen, was Menschen antreibt, sich gegen häusliche Gewalt und Femizide einzusetzen. Wie schafft man es, sich stark zu machen, obwohl einem das Thema vielleicht Angst macht? Wie finden wir die Motivation, uns auszutauschen und zu vernetzen, wenn uns die Trauer um Personen in unserem Umfeld im ersten Moment erstarren lässt und uns lähmt?

Dabei soll auch darüber gesprochen werden, wie häusliche Gewalt erkannt werden kann, welche Anzeichen es gibt und was man tun kann, wenn man sie erkennt. Dazu laden wir zwei Personen vom Anti-Feminizid-Netzwerk (AFN) ein. Mit dabei ist eine Person, die vor ein paar Jahren die Idee hatte, in Hamburg das Netzwerk zu gründen. Außerdem wird eine Person vor Ort sein, die selbst in ihrer Nachbarschaft von einem Femizid erfahren hat und sich daraufhin im AFN engagiert hat.

Es wird an dem Abend Information und Austausch geben, aber auch die Möglichkeit für Fragen und Diskussion. Unser Ziel ist es, allen Menschen vor Ort das Gefühl zu geben, informiert zu sein, handlungsfähig zu sein und vor allem: nicht alleine zu sein.

Zielgruppe

Menschen aller Geschlechter und aus allen Berufsgruppen. Personen, die etwas zu erzählen haben sind eingeladen, genau wie Menschen, die einfach zuhören möchten.

Anmeldung?

Weiter unten gibt es die Möglichkeit, sich für die Veranstaltung anzumelden, was uns bei der Übersicht hilft. Du musst dabei nicht deine echten Daten eingeben, wenn du anonym bleiben willst. Außerdem ist es möglich, spontan ohne Anmeldung vorbeizukommen.

Ort

Stadtteiltreff A.G.D.A.Z., Gropiusring 43A, 22309 Hamburg


Lokalität

Standort:
A.G.D.A.Z.
Straße:
Gropiusring 43a
Postleitzahl:
22309
Ortsname:
Hamburg
Bundesland:
Hamburg

Deine Anmeldung

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